Name | Neurofilament-Leichtkette (NfL)
Synonyme | NfL, Neurofilament Light chain
| Material | Serum | EDTA-Blut Nachforderbarkeit | 7 Tage
| Methode | CLIA
| Präanalytik |
Möglichst taggleiche Einsendung der Probe
| Indikation |
- Prognose und Verlaufsparameter unter Therapie der schubförmig verlaufenden MS (RMS)
| - Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) - Fragestellungen bzgl. anderer neurodegenerative Erkrankungen (Chorea Huntington, subakute PNP, Demenz (insbesondere FTD), progressive multifokale Leukenzephalopathie, Multisystematrophie, Cortico-basales Syndrom) - Neuronale Traumata (Apoplex, Schädel-Hirn-Trauma...) - Normaldruck-hydrozephalus, Prionenerkrankung, HIV-Enzephalopathie, ggfs. Guillian-Barré-Syndrom Einheit | ng/l
| Normalwert |
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Abrechnung |
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Beschreibung |
Neurofilamentproteine werden ausschließlich im Zytoplasma von Neuronen exprimiert und tragen zur Bildung des neuronalen Zytoskeletts bei. Neurofilament-Untereinheiten lassen sich anhand ihrer Molekülmasse in leichte (NfL, 70 kDa), mittlere (NfM, 150 kDa) und schwere (NfH, 200 kDa) unterscheiden.
| Bei einer neuroaxonalen Schädigung treten NfL in den Liquor (CSF) und das Blut über und sind Zeichen der Schädigung. Mit neueren Messmethoden ist es möglich die geringe Konzentration im Blut sicher zu quantifizieren, was insbesondere bei Prognose und Therapie von MS und ALS eine Rolle spielt. Einflussfaktoren, die bei der Beurteilung besonders beachtet werden sollen sind: Alter, Geschlecht, Niere, starke sportliche Betätigung, Gewicht und Diabetes mellitus. Der Parameter muss immer im individuellen Kontext des einzelnen Patienten bewertet werden. Wir empfehlen Nf-L Werte wenn möglich immer mit dem gleichen Testhersteller zu bestimmen. |
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