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NameHarnsäure im Serum
SynonymeUrat
GruppeKlinische Chemie (Serum)
MaterialSerum
Präanalytik - vor Blutentnahme 3 Tage purinarme Ernährung (z.B. Meidung von Fleisch) und keine schwere körperliche Arbeit
Indikation - klinische Symptome, die auf einen akuten Gichtanfall hinweisen
- familiäre Disposition für Gichtanfälle
- Erkrankungen, Zustände und Therapien, die eine sekundäre Hyperurikämie auslösen können
- jede internistische Erstuntersuchung
Einheitµmol/l
Normalwert
Geschlecht Altersgruppe Wertebereich
männlich4 bis 6 Jahre106 - 325 µmol/l
männlich1 Jahr bis 4 Jahre124 - 330 µmol/l
männlich15 bis 18 Jahre124 - 416 µmol/l
männlichandere214 - 416 µmol/l
männlich12 bis 15 Jahre183 - 413 µmol/l
männlich9 bis 12 Jahre130 - 342 µmol/l
männlich6 bis 9 Jahre106 - 319 µmol/l
männlich30 Tage bis 1 Jahr71 - 330 µmol/l
männlichbis 30 Tage71 - 230 µmol/l
weiblich1 Jahr bis 4 Jahre106 - 295 µmol/l
weiblichbis 30 Tage59 - 571 µmol/l
weiblichandere137 - 357 µmol/l
weiblich15 bis 18 Jahre142 - 389 µmol/l
weiblich12 bis 15 Jahre130 - 378 µmol/l
weiblich9 bis 12 Jahre148 - 348 µmol/l
weiblich6 bis 9 Jahre106 - 325 µmol/l
weiblich4 bis 6 Jahre118 - 301 µmol/l
weiblich30 Tage bis 1 Jahr65 - 319 µmol/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
3583.H12.3311.152.68
Beschreibung - Harnsäure ist das Stoffwechselendprodukt des Purinstoffwechsels und wird zu ca. 80% renal eliminiert.
- Bei Überschreitung des Löslichkeitsproduktes für Natrium-Urat kristallisiert Harnsäure aus (Gelenke → Gicht, Niere → Nephrolithiasis, Uratnephropathie)
- ein akuter Gichtanfall geht nicht immer mit einer Serumharnsäureerhöhung einher. Ggf. ergänzend Harnsäurebestimmung im 24h-Sammelurin oder ein Kristallnachweis im Gelenkpunktat notwendig

Erhöht bei:
• primären Hyperurikämien (Gicht):
- überwiegend Störung der renalen Elimination
- selten (1-2%) endogene Urat-Überproduktion

• sekundären Hyperurikämien (Gicht):
- purinreiche Kost
- myeloproliferative Erkrankungen
- Niereninsuffizienz
- Hypothyreose
- Hyperparathyreoidismus
- Akromegalie
- Medikamenteneinnahme (z.B. Propanolol, Furosemid, HCT, Diazoxid, Nikotinsäure)

Vermindert bei:
• schwerer Hepatopathie
• Röntgenkontrastmittelgabe
• idiopathische/erworbene Tubulusdefekten
• Medikamenteneinnahme (z.B. Urikosurika, Salicylate, Östrogene, Phenylbutazon)