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NameQuecksilber
SynonymeHg, Amalgam
MaterialEDTA
Lithium-Heparinblut
Nachforderbarkeit7 Tage
MethodeMassenspektrometrie
Analysezeiten 1-2x wöchentlich
Indikation - V.a. chronische Quecksilber-Vergiftung bei: Personen mit Amalgamfüllungen, hohem Fischverzehr, inhalativer Hg-Aufnahme von Berufstätigen an Arbeitsplätzen mit hoher Exposition, klinisch neurologischen und neuropsychiatrischen Symptomen
- V.a. akute Quecksilber-Intoxikation: bei Symptomen wie Atemnot, Brustschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Gelenkschwellungen, in Kombination mit einem Arbeitsplatz-bezogenem Umgang mit Hg
Einheitµg/l
Normalwert
< 1.0 µg/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
419623.9011.1527.48
  Dieser Parameter wird in einem Auftragslabor bestimmt (Originalbefunde verfügbar).
Beschreibung Quecksilber zählt zu den Schwermetallen und ist das einzige bei Raumtemperatur flüssige Metall. Im menschlichen Organismus kommt elementares, sowie anorganisches und organisch gebundenes Quecksilber vor. Die Hg-Belastung in der Bevölkerung erfolgt im Wesentlichen durch Amalgamfüllungen (klinische Auswirkung kontrovers diskutiert) und durch die Biokonzentration von Methyl-Hg in der Nahrungskette, insbesondere durch den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten. Die Hg-Belastung am Arbeitsplatz beruht vorwiegend auf Hg-Dämpfen und erfolgt in Zahnarztpraxen, im Bergbau und in der Herstellung elektrischer und medizinischer Geräte.
Bei akuter Intoxikation kann es zu Atemwegsschädigungen, sowie Gastrointestinaltrakts- und Nierenschäden kommen. Chronische Intoxikationen können sich durch Nierenschäden, ZNS-Schäden (Tremor, Reizbarkeit) oder auch Hautveränderungen, Mundschleimhautentzündungen äußern. Hg im Blut gibt vorrangig kurzzeitige Exposition wieder. Längerfristige Belastung durch anorganisches Hg sind besser im Urin zu detektieren.
Verweise Quecksilber im Urin