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NameFreie Leichtketten
Synonymefreie Leichtketten lambda und kappa, FLC, FLK, Bence-Jones-Proteine, BJP
MaterialSerum
EDTA-, Lithium-Heparinblut, Urin, Liquor
Nachforderbarkeit5 Tage
MethodeImmunnephelometrie
Präanalytik - kühl lagern
Analysezeiten täglich
Indikation - Diagnose und Überwachung von monoklonalen Gammopathien
- Morbus Waldenström
- Amyloidose
- Differentialdiagnostik neurologischer Erkrankungen mit intrathekaler Immunglobulinsynthese, z.B. Multiple Sklerose
Beschreibung Bei einer normalen Immunantwort werden vollständige Immunglobulinmoleküle gebildet, die aus je zwei identischen schweren Ketten (α, γ, μ, δ, ε) und zwei identischen leichten Ketten (κ, λ) bestehen. Der Immunglobulintyp (IgA, IgG, IgM IgD, IgE) wird durch die schwere Kette definiert, die entweder mit der leichten kappa- oder lambda-Kette kombiniert ist. Eine einzelne Plasmazelle produziert einen Typ der schweren Kette und einen Typ der leichten Kette, die zusammengesetzt und in das Plasma abgesondert werden.
Monoklonale Gammopathien gehen typischerweise mit einer stark erhöhten Produktion eines spezifischen Immunglobulins und einer Überproduktion der betroffenen spezifischen FLC einher. Infolgedessen ist entweder der Serumspiegel von FLC kappa oder lambda erhöht, und das Verhältnis FLC kappa/FLC lambda ist im Vergleich zum Referenzbereich entweder erhöht oder erniedrigt. Die FLC-Bestimmung ist Bestandteil der aktuellen internationalen Empfehlungen für das Screening und die Überwachung des Multiplen Myeloms. Das Auftreten von erhöhten freien Leichtketten-Konzentrationen im Urin, gemeinhin als Bence Jones Proteinurie bezeichnet, kann ein Indiz für Erkrankungen wie multiples Myelom oder Morbus Waldenström sein.